Es stellt sich nun die Frage - Hündin oder Rüde?

  • Diese Frage ist nur dann von Bedeutung, wenn man züchten will. Dann muss man sich ohnehin für ein weibliches Tier entscheiden (so hat es Mutter Natur nun mal eingerichtet). Hat man aber in dieser Hinsicht keinen Ehrgeiz, spielt das Geschlecht eigentlich keine Rolle. Auf jeden Fall sollte man wissen, welche Vor- oder Nachteile eine Hündin gegenüber eines Rüden hat.

    Weibliche Hunde sind in der Regel anhänglicher, häuslicher und leichter zu erziehen. Auch haben sie nicht die Angewohnheit, ihren Harn beim Gassi gehen nur tropfenweise abzugeben um möglichst viele Informationen für andere Hunde zu hinterlassen. Hündinnen entleeren ihre Blase meist auf einmal. Deshalb muss man sie nicht so häufig und nicht so lange ausführen.

    Bewegung brauchen Hündinnen allerdings ebenso notwenig wie Rüden; haben sie zu wenig Auslauf, nehmen sie rasch an Gewicht zu. Im allgemeinen gelten weibliche Hunde als ebenso wachsame Rüden.

    2x im Jahr wird die Hündin läufig. Das geschieht vorwiegend im Frühjahr und im Herbst. Die erste Hitze (so nennt man die Läufigkeit) oder Brunst ritt im Alter von 6 - 8 Monaten auf. Der Hundekörper ist dann aber noch nicht ausgewachsen und sollte den Strapazen von Trächtigkeit und Geburt nicht ausgesetzt werden.

    Also muss man die läufige Hündin unter "Quarantäne" halten und nur zum "Geschäftchen" machen auf die Strasse führen. Denn die Rüden der ganzen Umgebung wittern, dass sie deckbereit ist und setzten alles daran, die Hündin zu finden. Der einladende Geruch, der die Rüden wie magisch anzieht, ist für uns Menschen nicht wahrnehmbar (Gott sei Dank).

    Soll es ein Rassehund oder eine Promenadenmischung sein?
    Hat man feste Vorstellungen von seinem vierbeinigen Freund, was Größe, Fellbeschaffenheit und Anlagen betrifft, sollte man sich der Ungewissheit, welche Rasse beim Mischling dominieren, nicht aussetzten. Bei Rassehund weiß man schon von klein auf, wie der Hund aussehen und wie wie groß er wird. Hinzu kommt, dass aus der Rassebeschreibung die Summe seiner Eigenschaften bekannt ist, und man kann anhand dieser Beschreibung und wenn man weiß, zu welchem Zweck man den Hund haben möchte, den passenden Hund auswählen.

    Ist einem die Rasse jedoch egal und kommt es einem nur darauf an, einem netten unkomplizierten Hund im Haus zu haben, so bietet sich ein Mischling an. Den Mischlinge weisen in der Regel viele gute Eigenschaften auf, die sich aus der Summe der positiven Eigenschaften ihrer Eltern ergehen. Zudem sind sie oft sehr intelligent, recht robust und verfügen über einen unwiderstehlichen Charme.

    Wo kauf ich meinen Hund?

    Legt man keinen Wert auf einen Rassehund mit Papieren, so kann man sich z.b. in der Nachbarschaft umhören, die Kleinanzeigen der Lokalzeitungen anschauen. ins Tierheim gehen bei Nothilfe Organisationen nachfragen wobei hier die Auswahl groß ist, denn viele Vierbeiner warten darauf, wieder einem Herrchen oder Frauchen gehören zu dürfen. Diese Hunde werden meistens kostenlos - nur gegen Bezahlung der entstanden Kosten für Impfungen und Futter weitergegeben.

    Einen Rassehund mit Papieren dagegen kauft man am besten beim erfahren Züchter. Ein Züchter hat Erfahrung mit der betreffenden Rasse, er kennt seine Tiere und steht dem neuen Hundebesitzer auch nach dem Kauf mit Rat und Tat zur Seite. Außerdem hat man die Möglichkeit, den Hund bei ihm ein paar Tage unterzubringen, wenn man plötzlich verreisen muss und seinen Hund nicht mit nehmen kann.

    Der Kauf beim Züchter!
    Hat man sich nun für einen reinrassigen Hund und eine bestimmte Rasse entschieden, kann man Kontakt mit dem Züchter aufnehmen. Ehe man sich für einen Welpen erwärmt, sollte man sich ruhig beim Züchter umsehen. Denn es ist wichtig, in welcher Umgebung die Vierbeiner zur Welt kommen und die ersten 2 bis 3 Monate ihres Lebens verbringen. Verhaltensforscher haben herausgefunden, dass - genau wie bei uns Menschen - die ersten Wochen und Monate prägend auf das spätere Verhalten wirken.

    So ist es z.B. entscheidend ob ein Welpe sehr früh Kontakt zum Züchter und seiner Familie hat. Je früher und intensiver die Begegnung mit Menschen ist, um so besser wird sich der Welpe später an seinen neuen Herrn anschließen.

    Wie alt sollte der Hund beim Kauf sein?

    Wünscht man sich einen Hund, der von Anfang an zu einem gehört, so muss man einen Welpen nehmen. Nach Meinung der Kynologen (Kynologie = die Lehre von Zucht, Dressur und Krankheiten der Hunde) ist der beste Zeitpunkt, um ein Hund aufzunehmen, wenn er zwischen 8 und 12 Wochen alt ist, sich also in der so genannten Sozialisierungsphase befindet.

    Der Welpe kann nun von seiner Mutter und seinen Geschwistern getrennt werden und ist bereit, sich in den Lebensraum seines neuen "Rudels" einzugewöhnen und das dort gewünschte Verhalten zu erlernen. Der nächst günstige Zeitpunkt liegt dann nach 6 Monaten, weil Junghunde sich in der Phase wiederum gut in eine neue Umgebung und in eine neue Gemeinschaft einfügen können.

    Diese Art der Wärmeanwendung ist schmerzlindernd, entspannend und fördert die Durchblutung. Sie wird vor allem bei Skeletterkrankungen (Gelenks- und Wirbelsäulenerkrankungen) eingesetzt.

    Wie wählt man einen Welpen aus?
    Gleich mal vorweg - es gibt tatsächlich Liebe auf den ersten Hundeblick, und in diesem Fall sollte man sich spontan entscheiden. Nämlich dann wenn der Welpe aus dem Wurf schnurstracks auf einen zu kommt und einen mit seiner feuchten Nase Hundenase an die Hand stupst. Schwere wird die Entscheidung, wenn gleich mehrere Welpen sich so "ansprechend" verhalten.

    Ist man auf der Suche nach einem robusten Gebrauchshund, wählt man den ruhigsten, kräftigsten, kontaktfreudigsten oder drahtigsten, interessierten und mutigsten Welpen aus dem Wurf. Kann man sich nicht entscheiden so wählt man einen zweiten Besuchstermin aus. Will man nur einen Rüden, lässt man sich ausschließlich nur männliche Welpen zeigen; das erleichtert die Wahl.

    Bitte niemals unter Zeitdruck sich für einen Hund entscheiden. Ein Welpe der das eventuelle Herrchen oder Frauchen ablehnt - auch das gibt es - , muss nicht unbedingt der zukünftige Hausgenosse werden, auch wenn er einem noch so gut gefällt. Außerdem sollten nicht nur Schönheit und Seltenheit ausschlaggebend sein, auch das Wesen des Hundes ist sehr wichtig.

    Zum Schluss kommt der Kaufvertrag

    Der Kauf eines Hundes ist ein Rechtsgeschäft, dass man am besten schriftlich abwickelt. In dem Kaufvertrag sollten der Name von Käufer und Verkäufer und Hund samt der Zuchtnummer und Wurftag stehen. Auch muss hier vermerkt sein, dass der Hund gesund ist und entwurmt und geimpft wurde. Preis, Zahlungsbedingungen und wie der Hund zu seinem neuen Besitzer kommt, sollten ebenfalls aufgeführt werden.

    Was kostet ein Hund?
    Da ist zunächst einmal der Kaufpreis, der von Rasse zu Rasse sehr unterschiedlich sein kann. Er richtet sich vielfach nicht nach der Größe, sondern nach der Beliebtheit und Exklusivität einer Rasse. In den Preisen eingeschlossen sind neben dem Ahnennachweis eine zweifache Wurmkur und zwei Impfungen. als Einstandskosten fallen noch Hundkorb, Futternäpfe und Leine an. Laufende feste Kosten sind für das tägliche Futter zu kalkulieren. Ein Hund braucht eine artgerechte Ernährung und ist weder ein Resteverwerter noch Müllschlucker.

    Empfehlenswert ist eine Hunde- Haftpflichtversicherung. Und nicht zu vergessen die Hundesteuer die zu entrichten ist. Sie ist allerdings von Gemeinde zu Gemeinde sehr unterschiedlich. Muss man seinen Hund einmal zum Tierarzt bringen so gilt als Faustregel, dass für eine einfache Konsultation mindestens 40 - 80 Euro eingerechnet werden muss.