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Katzenwelt Teil 2

  • Katze oder Kater
    Grundsätzlich sind Katzen anschmiegsamer und Kater etwas wilder (da hab ich wohl die absoluten Ausnahmen hier im Haus). Der einzige Unterschied tritt ab der Geschlechtsreife (ab ca.5 bis 12. Monat) auf: Katzen werden "Rollig" - sie schreien und gebärden sich wild, die Kater markieren ihr Revier mit Urin. Wenn man die Tiere nicht zur Zucht verwenden möchte, sollte man sie, wenn sie damit beginnen, kastrieren lassen. Das ist beim Kater ein relativ einfacher Eingriff - nach ein paar Stunden ist er wieder wohlauf. Für Katzen ist das ganze eine etwas schwerere Operation und sie benötigen mehrere Tage um sich wieder davon zu erholen. Die Preise dafür entsprechen dem Aufwand - die Kastration einer Katze kostet etwa 5 bis 10mal soviel wie die eines Katers.


    Die Katze aus dem Heim
    Wenn Du noch nie eine Katze hattest, solltest Du Dir besser keine erwachsene Katze aus dem Tierheim anschaffen. Viele der Tiere sind schon so lange im Heim und an menschlichen Kontakt gar nicht mehr gewöhnt. Einige haben vielleicht schon einiges mitgemacht, sind vielleicht vom Balkon gefallen, waren wochenlang draußen und wurden dann halbverhungert eingefangen. Vielleicht wurden sie auch von ihren Vorbesitzer misshandelt oder einige mussten den Tod ihrer Besitzer miterleben und wurden von ihren "Geschwistern" getrennt. Ich persönlich würde nur erfahrenen Katzenbesitzern zu einer erwachsenen Katze aus dem Tierheim raten. Du musst damit rechnen, dass das Tier relativ lange braucht, bis es sich an Dich und der neuen Umgebung eingewöhnt hat und viele der Tiere sind nicht sauber. Lass Dir vom Personal des Tierheimes die Geschichte der Katze Deiner Wahl erzählen. Je länger die Katze schon im Heim ist, desto schwieriger wird es, sie an ihr neues Zuhause zu gewöhnen. Wenn Du dann immer noch bereit bist, Dir ein Tieres aus dem Heim mit nach Hause zunehmen und das Tier sich gut einlebt, kannst Du Dir jedoch seiner lebenslangen Dankbarkeit sicher sein.

    Wenn sie sich ein Kätzchen ins Haus holen, sollten einige Dinge schon bereitstehen:

    Kratzbaum
    Wenn sie nicht möchten, daß ihr Liebling die Krallen an ihrem Sofa wetzt, sollten sie ihm unbedingt einen Kratzbaum besorgen. Mehr zum Thema Kratzbaum finden sie unter "Sofa oder Kratzbaum".

    Katzenklo
    Katzentoiletten gibt es in verschiedenen Ausführungen - groß, klein, mit und ohne Dach,... Je kleiner das Kisterl, desto öfter müssen sie es reinigen. Katzen legen großen Wert auf Sauberkeit - wenn das Kisterl zu schmutzig ist, kann es sein, daß sich die Katze andere Plätze sucht, um ihr Geschäft zu verrichten. Es sollte pro Katze mindestens eine Toilette zur Verfügung stehen.

    Katzenstreu
    Prinzipiell kann man zwischen normalem Streu, klumpendem Streu und Monatsstreu unterscheiden. Klumpstreu hat den Vorteil, dass es wesentlich sparsamer im Verbrauch ist. Man leert nicht das ganze Kisterl aus sondern entfernt nur den Kot (Toilette) und die Klumpen (Biotonne bzw. Restmüll - NICHT in die Toilette) und ersetzt die fehlende Streu. Der Nachteil ist, dass man zweimal täglich die Katzenkisten "umgraben" sollte. Monatsstreu ist wesentlich pflegeleichter. Man entfernt nur den Kot und tauscht "einmal im Monat" die gesamte Streu aus. Leider ist die Monatsstreu relativ teuer und hält maximal 2 Wochen (meine Katzen meiden bereits nach einer Woche die Kisterln).

    Spielzeug
    Geeignetes Spielzeug sind zB. Fellmäuse, Pingpong-Bälle, Spiel-Angeln (Stab mit Gummischnur und Spielzeug daran - nur unter Aufsicht spielen lassen). Vermeiden sollten Sie Dinge, die die Katze verschlucken kann (zB. Gummiringe, Schnüre und Wollknäuel, Murmeln) und Dinge an denen sich die Katze verletzen kann (zB. Draht, Glas,...). Wenn sie etwas Zeit erübrigen können, gibt es ein unübertreffliches Katzenspielzeug: Laserpointer. Stunden können Katzen damit zubringen, den roten Lichtpunkt über den Boden zu jagen.

    Schlafplatz/Höhle
    Wenn eine neue Katze ins Haus kommt, braucht sie natürlich auch ein kuscheliges Plätzchen zum Schlafen und einen Unterschlupf. Zumeist findet sich die Katze ihren Lieblingsplatz selbst: Im Bett, auf dem Fensterbrett, im Wäschekorb, auf der Heizung,... Wenn man merkt, daß der Katze ein bestimmter Platz gut gefällt, kann man ihn ihr noch bequemer herrichten, indem man ein altes Handtuch oder eine kleine Decke dorthin legt. Als Rückzugsmöglichkeit wird auch oft die Kratzbaum-Höhle oder die oberste Plattform des Kratzbaumes genutzt. Wenn sich die Katze in ihre Höhle zurückgezogen hat, möchte sie ihre Ruhe haben, stören Sie sie also tunlichst nicht.

    Katzenfutter
    Es gibt die verschiedensten Arten von Dosenfutter, die alle als Alleinfuttermittel für ihre Katze gedacht sind. Ob Whiskas, Gourmet, Sheba, Brekkies oder No-Name-Futter, liegt allein an ihrem Geldbeutel und dem Geschmack ihrer Katze. Manche Katzen mögen Terrinen lieber, andere Stückchen in Sauce. Sie werden wohl ausprobieren müssen, was ihrer Katze schmeckt. Sie können ihre Katze verwöhnen, indem sie selbst für sie kochen. Zu einem Stück Dorsch (natur, ohne Gräten) in ein bisschen Wasser mit Haferflocken gekocht und ganz leicht gesalzen, wird kaum eine Katze nein sagen :). Trockenfutter sollten sie nicht als Alleinfuttermittel verwenden, da es die Nieren sehr stark beansprucht, wenn die Katze nicht genug Wasser trinkt. Die empfohlene Futtermenge variiert sehr stark. Meine Katzen fressen täglich etwa 200g Dosenfutter und halten seit Jahren ihr Idealgewicht von 4 kg - Katzen, die ins Freie dürfen, brauchen meist etwas mehr Futter.

    Transportkäfig
    Wenn sie ihr Kätzchen abholen oder zum Tierarzt bringen müssen, brauchen sie einen stabilen Transportkorb. Nicht so gut geeignet sind Weidenkörbe. Sie sind zwar sehr dekorativ und als Katzenhöhle geeignet, sind aber nicht sehr sicher (Verbindungen lösen sich und Weidengitter können von den Katzen beschädigt werden) und wenn man mal versucht hat, eine panische Katze beim Tierarzt aus dem Korb zu zerren, weiß man, daß ein Weidenkorb der Katze viel zu viel Halt bietet. Ein Drahtkäfig (Boden zu entfernen) ist zwar sehr hygienisch und die Katze ist auch einfach wieder herauszuholen, bietet der Katze beim Transport aber wenig (Sicht-)Schutz - also kein Käfig für ängstliche Katzen. Sehr praktisch und hygienisch sind Plastik-Transportboxen. Es gibt sie in verschiedensten Ausführungen. Am einfachsten handzuhaben sind solche, bei denen die obere Hälfte abgehoben werden kann - die Katze kann leicht im Korb untergebracht und ebenso leicht wieder herausgehoben werden. Achten sie beim Kauf darauf, dass die Verbindungen stabil sind, der Tragegriff gut verankert ist und die Türen fest schließen.

    Katzengras
    Wenn sich Katzen putzen, verschlucken sie eine Menge Haare, die in ihrem Magen ein Kneuel bilden. Um diese Haarballen wieder loszuwerden, fressen Katzen Gras, das einen Brechreiz auslöst und ihnen hilft, die Haarballen wieder herauszuwürgen. Sorgen sie dafür, dass ihrer Katze immer etwas Katzengras zur Verfügung steht.

    Weitere interessante Informationen zum Thema "Katzen" findet Ihr unter:  www.Katzenfreund.com