Ratgeber - Ernährung

  • Wichtige Information zum Thema Ernährung. Denn als Lebensgefährte des Menschen hat der Hund in ernährungsphysiologischer Hinsicht sehr oft unter Folgen zahlreicher, von seinem Herrn begangener Fehler zu leiden. Tipps zur theoretischen Grundlage einer gesunden Ernährung. Angefangen vom Fertig- Futter bis hin zum Selbstgemachten.


    Die richtige Ernährung ist wichtig!
    Als Lebensgefährte des Menschen hat der Hund in ernährungsphysiologischer Hinsicht sehr oft unter Folgen zahlreicher, von seinem Herrn begangener Fehler zu leiden. Die Fehler sind dadurch bedingt, dass die Maßstäbe menschlicher Ernährung auf den vierbeinigen Liebling übertragen werden, anstatt von den besonderen Bedürfnissen des Hundes auszugehen.

    Zwar sind grundsätzlich viele Stoffwechselvorgänge im Organismus von Mensch und Hund vergleichbar - beide benötigen dieselben Grundnährstoffe, und den Organismen werden vergleichbare Leistungen abverlangt wie z.B.: die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur oder der Aufbau neuen Körpergewebes , dennoch bestehen auch wesentliche Unterschiede, z.B. in Größe, Behaarung oder Länge des Verdauungstraktes, denen eine Hunde gerechte Ernährung Rechnung tragen muss.

    Theoretische Grundlage einer gesunden Ernährung

    Trotz seines Gebisses ist der Hund nicht ausschließlich ein Fleischfresser, vielmehr muss er mit allen Nährstoffen, von denen man heute weiß, dass sie für das Leben unerlässlich sind, in ausreichender Menge versorgen. Man sollte auf eine ausgewogene Ernährung achten, die den Erfordernissen des Stoffwechsel des Hundes entspricht. Dabei muss man jedoch auch das Alter des Hundes, die Bedingung, unter denen er lebt, seine Arbeitsleistung und ob er trächtig ist oder Welpen säugen muss. Wie jedes Lebewesen benötigt auch der Hund Energie und zahlreiche Nährstoffe, damit der Organismus funktioniert. Bei den fünf Gruppen: Kohlenhydrate, Fette, Proteine oder Eiweißstoffe, Mineralstoffe und Vitamine.

    Kohlenhydrate: Hierzu gehören Zucker, sowie Stärke und Zellulose. Kohlenhydrate sind wichtig für den Hund da sie Energieträger sind.

    Fette: Der Brennwert der Fette ist etwa doppelt so hoch wie der der Kohlenhydrate. Fette enthalten zum Teil lebenswichtige, so genannte essentielle Fettsäuren, die für den Aufbau und den Stoffwechsel des Körpergewebes unerlässlich sind.

    Eiweißstoff (Proteine): Man unterscheidet tierisches, d.h. Fleisch, Innereien, Milch, Eier oder Fisch gewonnenes, und pflanzliches z.B. in Getreide oder Sojabohnen enthaltenes Eiweiß. Eiweiß ist sehr wichtig für den Aufbau & Erhaltung des Gewebes. Auch für bestimmte biochemische Reaktionen im Organismus.

    Mineralstoffe: Sie dienen zum Aufbau von Knochen, Zähnen, Gewebe, Blut und bestimmen physiologischen Vorgänge im Organismus. Mineralstoffe werden in Mengen - und Spurenelemente untergliedert. Zu den Mengenelementen gehören: Kalzium, Phosphor, Magnesium, Natrium und Kalium. Zu den Spurenelementen gehören: Eisen, Flor, Kupfer, Zink und Mangan.

    Vitamine: Vitamine sind unentbehrlich für einen geregelten Ablauf der Körperfunktion. Man muss hier unterscheiden zwischen den fettlöslichen und den wasserlöslichen. Fettlösliche Vitamine sind z.b: A und D, wasserlösliche Vitamine z.b: Vitamine der Gruppe B. Die einzelnen Vitamine werden in unterschiedlicher Menge gebraucht.

    Grundsätzlich lässt sich zum Vitaminbedarf des Hundes sagen, dass ihm bei der täglichen Kost Rechnung zu tragen ist.

    Fertignahrung

    Bei der Verwendung von Fertignahrung also Alleinfutter kann man davon ausgehen, dass alle benötigten Vitamine in ausreichender Menge enthalten sind. Da der Markt der Tiernahrung im Laufe der Jahre angestiegen ist, gibt es heute eine Vielzahl an Produkten von verschieden Hersteller, so dass das Angebot sehr reichhaltig ist. Verschiedene Alleinfuttermittel werden angeboten, und zwar Trockenfutter, Halbfeuchtfutter und Nassfutter.

    Selbst gemachtes Futter

    Bei selbst hergestellter Nahrung muss oder sollte man einiges über den Vitamingehalt der Nahrungsmittel kennen, zum anderen muss man berücksichtigen, dass beim Kochen Verluste zw. 5 + 40% entstehen. Eine Besonderheit des Hundes ist, dass seine Nahrung kein Vitamin C enthalten muss, er kann es in seinem Organismus selbst in ausreichender Form bilden.
    Fleisch kann das Beste sein, aber auch das schlechteste sein für einen Hund. Man sollte sich hüten einfach nur "Fleisch für den Hund" zu verlangen (dahinter verbergen sich meist Gemische aus fett- und bindegewebsreichem Fleisch von geringen Nährwerten. Statt dessen sollten ganz gezielt nach z.b: Stücke vom Bug, Schulter oder Vorderfuß verlangen. Niemals rohes Fleisch servieren. Auch Fisch kann ihr Hund vertragen. Sowie Getreideprodukte z.b: Reis, Gerstenmehl Mais, Haferflocken, Teigwaren, Brot und Zwieback oder in anderer Form von Kartoffeln. Gemüse ja, aber bitte nicht zu viel. Fette kann man in Form von Sonnenblumen, Maisöl oder Schweinschmalz für den Geschmack hinzu gegeben werden. Mittlerweile gibt es viele Kochbücher mit leckeren Rezepte.
    Täglich frisches Wasser Frisches Wasser in ausreichender Menge ist wichtig, denn wir trinken ja auch nicht einen Fingerhut voll oder gar abgestandenes. Ein großer von ca. 30 kg braucht mind. 1 Liter Wasser täglich. Trockennahrung
    Bei der Trockennahrung ist darauf zu achten, dass der Hund mehr Wasserbedarf hat und steigt hier auf 1,5 - 2 Liter an.
    Nahrungswechsel
    Ein Nahrungswechseln wird Ihr Hund nicht für gut heißen. Vielmehr bevorzugt er die Kost, an die er gewöhnt ist. Deshalb meine Empfehlung, einen Hund von frühester Jugend an eine ausgewogene Kost zu gewöhnen.
    Wie ernähre ich meinen Hund?
    Der ausgewachsene Hund sollte ein bis zweimal am Tag gefüttert werden. Die Nahrung sollte auf jeden Fall Raumtemperatur haben, also weder kälter noch wärmer. Kranke Hunde benötigen eine besondere Ernährung, die sich nach dem jeweiligen Krankheitsbild richtet. Hier wird sie Ihr Tierarzt gerne beraten. Bei übergewichtigen Hunden lässt es sich vermeiden, wenn sie den Hund vernünftig ernähren. Keine Essensreste, keine Zwischendurch Häppchen sind hier ganz wichtig.
    Trächtige Hündinnen gelten zunächst die gleiche Ernährungsgrundsätze wie für einen ausgewachsen Hund, jedoch im letzten Drittel der Schwangerschaft sollte die Futtermenge erhöht werden. Nachdem die Hündin ihre Welpen auf die Welt gebracht hat erhöht man die Futtermenge weite 4-5 Tage und gibt ihr soviel zu fressen wie sie mag: denn man kann davon ausgehen, dass sich der Nährstoffbedarf der Hündin verdoppelt bzw. verdreifacht. Aber bitte nicht die ganze Menge auf einmal anbieten. Besser ist die Mahlzeit auf drei bis 4 mal täglich zu verteilen.
    Die Welpenernährung
    Die Entwöhnung der Welpen beginnt normalerweise am Ende der 5 Woche und sollte mit 2 Monaten abgeschlossen sein. Die Kleinen werden dann nach und nach von ihrer Mutter getrennt und bekommen das gleiche Futter das auch ihre Mutter bekommt. Dabei ist aber auf die Ausscheidung der Kleinen zu sowie auf das Wachstum zu achten. Vergessen Sie bitte nicht das Welpen auch täglich frisches Wasser brauchen. Bitte keine Knochen füttern, mit Ausnahmen von Kalbs- oder Rinderknochen, auf denen sie sich "Zähne anknabbern" können. Am Beginn der Entwöhnung die Kleinen bitte 4-5 mal täglich füttern. Die Futter und Trinknäpfe sind peinlichst genau sauber zu halten.